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Presseerklärung - Bayerischer Hausärzte Verband PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Bayerischer Hausärzte Verband   
Dienstag, den 27. Januar 2009 um 00:00 Uhr
Der Bayerische Hausärzteverband tritt der gezielten Diffamierung seitens einiger Krakenkassen, die Hausärzte würden gegenüber der AOK Gefälligkeitsdiagnosen abgeben, entschieden entgegen. "Dies wäre eindeutig ein rechtswidriger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Patienten", so der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV), Dr. Wolfgang Hoppenthaller.
Der Vorsitzende des BKK-Landesverbandes Bayern, Herr Prof. Saatkamp, verstieg sich sogar öffentlich zu der Behauptung, die Hausärzte würden falsche bzw. unnötige Medikamente verordnen, um die falschen Diagnosen gegenüber den Kassen zu belegen, und damit ihre Patienten schädigen. "Es ist bekannt, dass Herr Prof. Saatkamp das derzeitige Finanzierungssystem der Krankenkassen nicht gut heißt, weil die BKK aufgrund ihrer Versichertenstruktur zu den Zahlerkassen gehört. Mit unqualifizierten Angriffen auf die Hausärzte wird Herr Prof. Saatkamp den Problemen aber nicht gerecht, so Hoppenthaller weiter.

Die Angriffe dieser Kasse gegen uns Hausärzte verfolgen ausschließlich das Ziel, sich dem Hausarzt-Vertrag zu verweigern, den die AOK Bayern mit den bayerischen Hausärzten abgeschlossen hat und der die Existenz der bayerischen Hausärzte sichert. Diese Kassen wollen offensichtlich nicht die hausärztliche Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung erhalten, sondern weiterhin das Geld ihrer Versicherten für Wellness-Werbung ausgeben.

"Die bayerischen Hausärztinnen und Hausärzte, die sich tagtäglich den Krankheiten, Sorgen und Nöten ihrer Patienten annehmen und die das volle Vertrauen ihrer Patienten genießen, lassen sich keinesfalls durch den immer härter werdenden Konkurrenzkampf der Kassen kriminalisieren. Wir behandeln unsere Patienten und stellen unsere Diagnosen so korrekt wie seit Jahrzehnten und werden uns nicht in diesen Macht-Verteilungskampf der Kassen einbinden lassen", so Hoppenthaller weiter.

Tatsache aber ist, dass die Hausärzte Bayerns seit Jahren ihre Existenz nur den Verträgen mit der AOK und der höheren Vergütung der Landwirtschaftlichen Krankenkassen verdanken. Um die hausärztliche Versorgung einer immer älterwerdenden Bevölkerung zu retten, hat der Gesetzgeber die Kassen verpflichtet, Hausarzt-Verträge mit den Hausärzten abzuschließen. Die AOK Bayern hat diese Forderung des Gesetzgebers bereits erfüllt und hat damit die Existenz der Hausärzte gesichert. Die Ersatzkassen und Betriebskrankenkassen weigern sich bis heute, ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen.
"Wir werden im Krankheitsfall selbstverständlich auch die Versicherten der Kassen behandeln, die sich gesetzwidriger Weise weigern, mit uns Hausärzten Verträge abzuschließen. Aber leisten können wir uns deren Behandlung eigentlich nicht mehr, weil die Honorare dieser Kassen nicht einmal mehr kostendeckend sind. Deshalb freuen wir uns über jeden AOK- und LKK-Patienten", so der Vorsitzende des BHÄV.
 
 

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